26. SSW / 26. Woche schwanger

26. SSW / 26. Woche schwanger

Du merkst etwa ab der 26. SSW dass mit dem Bauch auch die Füße größer geworden sind – dies liegt u.a. an zusätzlicher Gewebeflüssigkeit, die sich im Laufe des Tages besonders in den Beinen und Füßen sammelt.


Kaufe neue Schuhe am Nachmittag, um sicher zu gehen dass das ausgewählte Paar auch am Ende des Tages noch passt.
Der wachsende Bauch verändert zudem die Körper-Balance, somit sind flachere Schuhe vorzuziehen, um die Gefahr des Umknickens zu reduzieren. Deine Beweglichkeit ist außerdem zunehmend eingeschränkt und Bücken bald kaum mehr möglich, Schnürsenkel und Riemen sind dann nur schwer zu erreichen. Schuhe zum Reinschlüpfen sind daher zurzeit eine ideale Wahl.

Häufig ist in der Schwangerschaft davon die Rede, dass Substanzen im mütterlichen Blut auch in den Blutkreislauf des Babys gelangen. Viele Frauen nehmen daher an, dass die Nabelschnur direkt mit dem Blutkreislauf der Mutter verbunden ist. Dies ist jedoch nur in den ersten Tagen nach der Befruchtung der Fall. Tatsächlich sind der mütterliche und der fetale Blutkreislauf schon bald nach der Befruchtung getrennt.

Beide verlaufen durch die Plazenta, jedoch ohne sich zu berühren. Inhaltststoffes aus dem mütterlichen Blutkreislauf gelangen u.a. per Diffusion durch die Plazenta hindurch in den Blutkreislauf des Fötus. Die Plazenta funktioniert hierbei wie eine Art Filtermembran und regelt, welche Stoffe hindurch gelassen werden. So werden z.B. Sauerstoff, Wasser, Proteine, Electrolyte, wasserlösliche Vitamine und Glukose durchgelassen. Auch Immunzellen der Mutter gelangen zum Kind und können es bis einige Wochen nach der Geburt schützen. Man spricht hierbei übrigens vom „Nestschutz“.

Stresshormone werden für eine gewisse Zeit durch die Plazenta geblockt, jedoch lässt dieser Schutz bei lang andauerndem Stress nach. Bakterien und Viren können durch die Plazentaschranke meist nicht durchbrechen, die meisten Krankheiten werden somit also nicht von der Mutter auf das Kind übertragen. Jedoch gibt es Ausnahmen: Erreger von HIV, Syphillis, Gonnorhoe, Röteln, Toxoplasmose, Listeriose, Tuberkulose und einige andere, gelangen trotz Plazentaschranke zum Ungeborenen.

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Alkohol, Nikotin, Drogen und viele Medikamente gelangen durch die Plazenta zum Fötus und können es erheblich schädigen.

Dein Baby in der 26. SSW

Die kleinen Ohren stehen jetzt etwas ab und sind in der Lage zwischen verschiedenen Geräuschen zu differenzieren. Vermutlich kann es auch schon Stimmen unterscheiden, daher lohnt es sich, wenn beide Eltern viel mit dem Baby sprechen.

Etwa zu dieser Zeit wird Dein Baby seine bisher geschlossenen Augen öffnen. Vermeide daher helle Lichtquellen.

Babys Lungenflügel haben ihre anatomische Form und Position eingenommen. Die Lunge ist jedoch noch nicht fertig ausgereift.

Die Milchzähne und bleibenden Zähne sind fester geworden und auch die Knochen haben sich mehr gehärtet. Dennoch enthalten die Knochen bisher nur 12% Kalzium. Zum Vergleich: Die Knochen von Erwachsenen enthalten 90% Kalzium.

Nach und nach nimmt nun die Haut des Babys eine Tönung an.

Das Herz schlägt mit 135 bis 160 Schlägen pro Minute und ein unregelmäßiger Herzschlag ist zu diesem Zeitpunkt noch normal.

 

Dein Baby wiegt in der 26. Woche etwa 870 g , das entspricht 4 großen Kartoffeln.

 

Unser Tip für die 26. SSW

Wie bereits erwähnt, ändert sich die Balance und Beweglichkeit in der Schwangerschaft. Stürze sind daher bei Schwangeren häufig. Meistens geht dabei für das Ungeborene alles gut, das Baby ist im Fruchtwasser zum Glück gut geschützt. Dennoch ist es ratsam nach einem Sturz eine Kontrolle durchführen zu lassen, um sicher zu gehen dass alles in Ordnung ist.
Solltest Du nach einem Fall Blut oder Flüssigkeit aus der Vagina bemerken, Schmerzen haben oder Dich unwohl fühlen, solltest Du umgehend eine Notfallaufnahme aufsuchen.

Rhöntgenuntersuchungen sollten während der gesamten Schwangerschaft vermieden und nur in sehr seltenen Ausnahmesituationen durchgeführt werden. Auch wenn Du denkst dass Deine Schwangerschaft offensichtlich ist: Gehe auf Nummer sicher und informiere Ärzte und Pflegepersonal über Deine Schwangerschaft. Führe außerdem immer Deinen Mutterpass mit Dir, er enthält wichtige medizinische Informationen.

 

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