12. Schwangerschaftswoche

12. SSW / 12. Woche schwanger

Die 12. SSW ist die letzte Woche des ersten Trimesters. Alle Organe Deines Babys sind angelegt und werden sich in den kommenden Wochen weiter ausbilden und funktionsfähig werden.

Dein Körper in der 12. SSW

Das Hormon ß-HcG ist nun reduziert und wird zunehmend weniger. Damit entfällt auch der häufige Harndrang – vorerst, er kommt zurück wenn Dein Baby mehr Gewicht hat und auf die Blase drückt!

In dieser Woche können viele Frauen schon eine kleine Wölbung am Bauch erkennen.

Ausfluss kann in der Schwangerschaft vermehrt sein, dies ist sinnvoll um Keime aus dem Bereich der Vagina davon abzuhalten aufzusteigen.

Die Übelkeit hört nun bei den meisten Frauen in den kommenden Tagen auf und auch die Müdigkeit lässt nach.

Hautveränderungen in der Schwangerschaft können vielseitig auftreten: Flecken im Gesicht, jucken an den Händen und bald am ganzen Körper, Ausschlag, … die Liste der auftretenden Hautbeschwerden während der Schwangerschaft ist lang und meist können nur gute Pflege, Vermeiden von Sonnenstrahlen und lindernde Maßnahmen gegen das Jucken unternommen werden. Sprich mit Deinem Frauenarzt über die Hautveränderungen. Verfärbungen der Haut verschwinden nach der Schwangerschaft meistens wieder oder sie verblassen so dass man sie kaum mehr sehen kann.

Dein Baby

In den vergangenen 3 Wochen hat sich die Größe Deines Babys fast verdoppelt!

Bald kann Dein Baby seine Hand öffnen und schließen, dies sind unbewusste Handlungen. Erst etwa 3 Monate nach seiner Geburt wird Dein Baby bewusst und gezielt greifen lernen.

Babys Nervenzellen multiplizieren sich und unzählige Synapsen werden gebildet.

Sein Gesicht zeigt deutlich menschliche Züge und Augen und Ohren haben darin die richtige Position eingenommen.

Das Skelett Deines Babys besteht zurzeit noch überwiegend aus Knorpeln (so wie Deine Nasenspitze). Es wird bis zu seiner Geburt mehr als 300 Knochen und Knorpel haben, die sich später auf 206 reduzieren, da einige sich zu längeren und größeren Knochen verbinden werden.

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Die Bewegungen Deines Babys kannst Du noch nicht spüren doch es ist schon recht aktiv. Sein Mund kann Saugbewegungen machen – eine überlebenswichtige Fähigkeit für das Neugeborene – und übt diese bald schon mit seinem Daumen.

Unser Tip für die 12. SSW

Da eine Schwangerschaft 40 Wochen dauert und ein Jahr etwa 52 Wochen hat, ist die Chance groß, dass Deine Schwangerschaft in die Wintermonate fällt. Somit wird vielleicht die Frage aufkommen, ob eine Grippeschutzimpfung während der Schwangerschaft angebracht ist. Schwangere haben ein erhöhtes Risiko während einer Grippe Komplikationen wie z.B. Lungenentzündung oder Bronchitis zu entwickeln. Rechtfertigt dies eine Grippeschutz-Impfung?

Eine australische Studie hat 58.008 Unterlagen von Geburten zwischen April 2012 und Dezember 2013 untersucht. Hierbei waren 52.932 der Schwangeren gegen Grippe geimpft und 5.076 nicht. Zu ihrer Überraschung stellten die Wissenschaftler fest, dass die geimpften Frauen eine 51% geringere Wahrscheinlichkeit einer Totgeburt hatten (Totgeburten sind selten, dies solltest Du beim Lesen dieses Beitrags bedenken!). Auch fielen in die Grippe-Monate mehr Totgeburten als in die anderen Monate. Dies legt nahe, dass die Impfung in der Schwangerschaft sinnvoll, sicher und sogar von Vorteil für das Baby sein könnte.

Die Studie weist dennoch einige Schwächen auf, z.B. das keine anderen Faktoren einbezogen wurden, die sich ausgewirkt haben könnten. Es sind sicher noch weitere Studien erforderlich um einen zusätzlichen Vorteil der Impfung zu belegen.

Um zu einer Entscheidung zu kommen lass Dich von Deinem Arzt beraten und besprich mit ihm Dein individuelles Riskio einer Grippe-Infektion, die Wirkung der Impfung und möglicher Risiken und Vorteile.


Wichtig: Die hier beschriebenen Inhalte zu medizinischen Themen sind das Resultat von journalistischen Recherchen. Sie sind keine medizinische Beratung oder Empfehlung und erheben auch nicht den Anspruch. Zu allen medizinischen Fragen und Themen wende Dich bitte immer an Deine Frauenärztin / Deinen Frauenarzt oder Deine Hebamme,

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