Eine Schwangerschaft wirkt sich nicht nur körperlich aus. Viele Schwangere bemerken auch eine geringere kognitive Leistungsfähigkeit in Form von Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen, verringerte Merkfähigkeit … aber es gibt langfristig offenbar auch positive Veränderungen.

Oxitocyn. Östrogen und Progesteron sind einige der Hormone, die während der Schwangerschaft in erhöhtem Maß ausgeschüttet werden. Sie wurden in bisherigen Studien besonders mit einer geringeren Merkfähigkeit und anderen kognitiven Problemen, sowie emotionalen Veränderungen in Form von Depressionen während und nach der Schwangerschaft in Verbindung gebracht. Diese Studien bezogen sich jedoch nur auf die Schwangerschaft, nicht auf die langfristigen Veränderungen durch eine Schwangerschaft.

Die University of South California hat sich nun mit dem Zusammenhang zwischen Geburten, Hormon-Exposition und den kognitiven Fähigkeiten nach den Wechseljahren befasst. Die Studie an 830 Frauen, welche im Durchschnitt 60 Jahre alt waren, kam zu einem überraschenden Ergebnis:

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Langfristig wirken sich Schwangerschaften positiv aus! 

 

Dies gilt insbesondere wenn die letzte Schwangerschaft nach dem 35. Geburtstag stattfand.

Untersucht wurde bei den Probandinnen ihre Merkfährigkeit anhand von Wortlisten und Geschichten zum Nacherzählen, ihre Aufmerksamkeitsspanne, Konzentrationsfähigkeit, Planungsvermögen, visuelle Wahrnehmung und andere Faktoren.

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• Frauen, deren letzte Schwangerschaft nach dem 35. Geburtstag stattfand, hatte ein besseres Merkvermögen bei den Wortlisten.

 

• Frauen, die ihr erstes Kind mit 24 Jahren oder danach hatten, verfügten über bessere Fähigkeiten zu führen, Dies galt auch besonders für Frauen, die schon sehr jung ihre Periode bekamen und spät in die Wechseljahre kamen.

 

• Frauen, welche die Pille für mehr als 10 Jahre eingenommen hatten, verfügten über ein besseres verbales Erinnerungsvermögen und Fähigkeiten des kritischen Denkens. Dies ist möglicherweise auf die stabile Hormonzufuhr zurückzuführen.

 

• Überraschend war, dass sich auch unvollständige Schwangerschaften (z.B. Frühgeburten) einen positiven kognitiven Effekt hatten.

 

• Mütter mit zwei Kindern hatten im Alter außerdem bessere kognitive Fähigkeiten als die von Einzelkindern.

 

Fazit: Auch wenn jetzt während der Schwangerschaft ein mentaler Leistungseinbruch zu beobachten ist, langfristig wirst Du vermutlich profitieren.

 

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