Die Symptome ähneln denen der Schwangerschaft: Übelkeit, Erbrechen, vielleicht Durchfall – aber oft sind diese Symptome so mild oder treten erst Wochen nach der eigentlichen Infektion auf, dass eine Verbindung zu Listerien selten hergestellt wird – mit schwerwiegenden Folgen.

Listerien lauern z.B. in rohem Aufschnitt, Rohmilchprodukten wie Weichkäse, frischen Sprossen, Eiscreme, nicht durchgegarten Fertiggerichten und rohem Fleisch und können sowohl zu leichten, als auch schweren Infektionen (Listeriose) führen. Das Listeriose zu Frühgeburten und sogar Totgeburten führen kann, war bereits bekannt, unterschätzt wurde jedoch ihre Auswirkung auf die Frühschwangerschaft: Viele Fehlgeburten „ohne erkennbaren Grund“ gehen vermutlich auf das Konto von Listerien!

Insbesondere Menschen mit einer verringerten Immunabwehr (Schwangere, Kinder, ältere Menschen …) infizieren sich.

Eine im Februar 2017 veröffentlichte Studie stellte fest, dass die Plazenta den Embrio bzw. Fötus nicht wie erwartet vor dem Erreger schützten kann. Normalerweise ist die Plazenta eine natürliche Schranke, die das Ungeborene vor schädlichen Erregern schützt. Als Ursache für das Versagen der Plazenta-Schranke wird vermutet, dass der Versuch des Immunsystems die Bakterien abzuwehren die Plazenta schädigt und somit die Übertragung der Bakterien zum Baby ermöglicht.

Da die Infektion oft mit nur milde Symptomen zeigt, ahnen Schwangere meist nichts von der Infektion, wodurch eine rechtzeitige Behandlung mit Antibiotika versäumt wird. Weitere Forschungen über die Inkubationszeit, Schädigungen und Verlauf für das Ungeborene sind nötig. Schwangere sollten alles vermeiden was eine Infektion ermöglicht! Auch eine strenge Hygiene bei der Lagerung und Zubereitung von Speisen ist wichtig.

Eine Liste von kritischen Nahrungsmitteln und wichtigen Maßnahmen findest Du auf der Seite des UGB HIER …

Fazit: Schon in den ersten Wochen der Schwangerschaft ist es wichtig auf rohe oder halbgegarte Speisen zu verzichten und auf eine gute Küchenhygiene zu achten.

 

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