6. SSW

6. SSW / 6. Woche schwanger

Für viele Frauen beginnt in dieser Woche die leidige Übekleit. Als Ursache machen Wissenschaftler den Hormoncocktail verantwortlich, der nun produziert wird.

Dein Körper

Eine Schwangerschaft löst eine Menge biochemischer Reaktionen aus und Dein Körper produziert nun eine Reihe von Hormonen bzw. diese in veränderten Mengen, die Deine Schwangerschaft fördern. Sollte dies bei Dir zu Übelkeit, Erbrechen oder Abgeschlagenheit führen, kannst Du versuchen Dich damit zu trösten, dass diese Hormone ein gutes Zeichen für Deine Schwangerschaft sind.

Diese Schwangerschaftssymptome können jetzt einzeln oder gemeinsem auftreten:

  • Übelkeit
  • spannende, empflindliche Brüste
  • Reizbarkeit, sehr emotional
  • Veränderter Apetit
  • Blähungen
  • Übelkeit
  • Müdigkeit
  • Vermehrtes Wasser lassen (besonders nachts)

 Die Schwangerschafts-Hormone im Einzelnen

HCG = Human Chorionic Gonadotropin

Dieses Hormon wird produziert sobald sich das befruchtete Ei eingenistet hat. Der Wert steigt in den folgenden Wochen an, um dann zum Ende des ersten Schwangerschaftstrimesters weider zu sinken. HCG ist im Urin und Blut nachweisbar und wird somit bei Schwangerschaftstests auf Vorhandensein geprüft. HCG ist die Ursache dass Du nun häufiger Wasserlassen musst und reguliert die Hormone Östrogen und Progesteron.

HPL = Menschliches Plazenta-Laktogen

Dieses Hormon wird verantwortlich gemacht für die Veränderungen in der Brust, die für das Stillen des Babys notwendig sind. Es sorgt außerdem dafür, dass sich die Nährstoffdichte im Blut erhöht, so dass das Baby sich entwickeln und wachsen kann.

CRH = Corticotropin freisetzendes Hormon

Dieses Hormon wirkt sich positiv auf den Blutdruck und die Herzfrequenz aus. Im Verdauungstrakt sorgt es für weniger Bewegung, um dem Körper mehr Zeit zu geben Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen. Es ist außerdem wichtig für die Entwicklung des Embrios und versorgt Dich mit zusätzlichem Cortisol. Es scheint auch für eine Stärkung des Mutter-Kind Bondings verantwortliche zu spielen.

Östrogen

Östrogen wirkt sich auf die Entwicklung der Organe des Babys aus. Es ist außerdem wichtig für das Wachstum und die Funktion der Plazenta und die Vorbereitung der Brust auf das Stillen. Östrogen reguliert außerdem andere Schwangerschaftshormone.

Übelkeit und Stimmungswechsel haben im Östrogen ihre Ursache.

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Relaxin

Wie der Name bereits vermuten lässt, sorgt Relaxin für eine Lockerung der Muskulatur, Bänder und Gelenke. Dies ermöglich die körperlichen Veränderungen in der Schwangerschaft, sorgt zugleich aber auch für Verstopfung, Dehnungsschmerzen und Gleichgewichtsprobleme.

Änderungen im Lebensstil

Der konsequente Verzicht auf Alkohol ist schon in der 6. SSW wichtig. Das Gleiche gilt auch für Nikotin.

Beim Verzehr von Fisch musst Du darauf achten, dass dieser nicht mit Schwermetallen (z.B. Quecksilber) belastet ist. Dies ist besonders bei Raubfischen häufig der Fall. Fisch on Fischfarmen ist meist unbedenklich.

Fleisch muss jetzt immer gut durchgegart sein, um Infektionen und Vergiftungen auszuschließen.

Sehr wichtig ist das Abwaschen von Obst und Gemüse. Salat und Sprossen haben in der Vergangenheit immer wieder zu Erkrankungen geführt, wenn diese nicht ausreichend gereinigt waren, darum ist hier auch bei vorgefertigten Waren ein Extra-Waschgang dringend zu empfehlen.

Probleme in der 6. SSW

Am Anfang der Schwangerschaft kommt es oft zu kleinen Blutungen, auch wenn diese meistens harmlos sind, solltest Du Dich mit Deinem Frauenarzt in Verbindung setzen.

Bei diesen Symptomen musst Du Deinen Arzt benachrichtigen:

  • sehr leichte Blutungen aus der Vagina
  • Schwindelgefühl oder Ohnmachtsgefühl
  • Unterleibskrämpfe

Diese Symptome sollten Dich sofort zum Arzt oder eine Klinik gehen lassen:

  • Vaginale Blutungen
  • Abgang von Flüssigkeit und / oder Gewebe aus der Vagina
  • Schmerzen im Unterleib
  • Ohnmacht

 

Dein Baby in der 6. SSW

Das Herz Deines Babys nimmt im Laufe der 6. SSW als erste Organ seine Arbeit auf – es schlägt doppelt so schnell wie Deins. Es ist noch eine vereinfachte Form eines Menschenherzens und kann mit Glück schon als kleine, flatternde Bewegung im Ultraschall gesehen werden.

Winzige Knospen für Arme und Beine bilden sich am Körper. Die Nabelschnur ist dünner als Garn und verbindet den Embrio mit der wachsenden Plazenta, die das Baby mit Blut und Nahrung versorgt.

Entlang des „Rückens“ des Embrios befindet sich eine Reihe kleiner Knöchelchen – daraus werden sich unter anderem Rippen und Wirbelsäule bilden.

Auch erste Hirnareale entstehen.

Dein Baby ist jetzt 2-3 mm groß – etwa so groß wie ein Stecknadelkopf.

Unser Tipp:

Dein Arzt stellt Dir eine Bescheinigung Deiner Schwangerschaft für den Arbeitgeber aus. Sollten Dir dabei Kosten entstehen, hast Du Anspruch auf Erstattung durch Deinen Arbeitgeber.

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