34. SSW / 34. Woche schwanger

34. SSW / 34. Woche schwanger

In der 34. SSW ist es Zeit für einen kleinen Blick auf wesentliche, körperliche Veränderungen:

Dein durchschnittlicher Herzschlag liegt jetzt bei etwa 74 Schlägen pro Minute und der Herzschlag Deines Babys ist mit 144 Schlägen pro Minute fast doppelt so schnell.
Deine Fruchtwassermenge beträgt ungefähr 800 ml, im letzten Monat vor der Geburt wird sich diese Menge leicht reduzieren. Dein Blutvolumen hat sich seit dem Beginn der Schwangerschaft um 40% erhöht. Dein Körper läuft auf Hochleistung und Du bist wahrscheinlich oft sehr müde und erschöpft.

Dein Körper lagert um die 34. SSW Fett an den ungewöhnlichsten Stellen ein: z.B. oben am Rücken zwischen den Schulterblättern und rund um die Knie.

Braxton Hick Kontraktionen, Übungswehen genannt, treten nun bis zur Geburt häufiger auf und werden stärker. Sie können eine Minute und länger andauern, sind jedoch unregelmäßig und öffnen nicht den Muttermund. Man geht davon aus, dass Braxton Hicks Kontraktionen auch wichtig für die Entwicklung der Sensorik von Babys sind. Außerdem trainieren diese Übungswehen die Gebärmutter-Muskulatur und stärken sie somit für die Geburt.

Diese Grafiken veranschaulichen die Veränderungen der Wehen in den letzten Schwangerschaftswochen bis zu Wehen während der ersten Geburtsphase.

30. SSW
36. SSW
38. SSW
Wehen erste Weburtsphase

Während die Wehen in der 30. Woche noch sehr unregelmäßig und selten sind, werden sie in der 36. Woche häufiger. In der 38 . Woche werden sie stärker und etwas regelmäßiger. Gegen Ende der ersten Geburtsphase sind die Kontraktionen erheblich stärker und deutlich regelmäßig.

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Dein Baby in der 34. SSW

Gute Nachrichten: Dein Baby wäre nun in der Lage selbstständig zu atmen, käme es in dieser Woche zur Welt. Es profitiert dennoch deutlich davon, noch einige weitere Wochen im Bauch zu bleiben und seine Lungenfunktion zu stabilisieren und sich weiter zu entwickeln.

Die Wachphasen Deines Babys werden jetzt länger, nach der Geburt wird es insgesamt etwa 8 Stunden am Tag wach sein.
Babys sind sich in dieser Woche schon sehr ihrer Umgebung und des eigenen Körpers bewusst. Sie greifen nach der Nabelschnur, lutschen an den Fingern und berühren ihr Gesicht.

Würde Dein Baby jetzt geboren werden, hätte es bereits einen Saugreflex, der es ihm ermöglicht, Nahrung zu sich zu nehmen.

Die Plazenta ist in der 34. SSW voll ausgereift und kann Dein Baby optimal mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. 70% der aufgenommenen Energie gehen in das schnell wachsende Gehirn.

Die Muskeln haben sich gut und sichtbar geformt und Fett füllt Babys bisher faltige Haut zunehmend aus.

In der 34. Woche sind Babys im Durchschnitt ca. 2100 g schwer und gemessen vom Scheitel bis zum Steiß wahrscheinlich etwa 32 cm lang.

 

Unser Tipp:

Im dritten Trimester kann es immer mal wieder zum Austreten von Kollostrum aus den Brüsten kommen. Falls Du stillen möchtest, lohnt es sich, wenn Du Dich schon vorab ein wenig über die Funktion der Milchdrüsen und die Mechanismen des Stillens informierst. Ein bisschen Theorie vor der Praxis kann hier nicht schaden. Zwar ist Stillen keine Wissenschaft, jedoch können schon Kleinigkeiten wie die falsche Anlegeposition oder ein zu enger BH zu Problemen und Verdruss bei Mutter und Baby sorgen.

Seit dem Beginn der Schwangerschaft sind Deine Milchgänge und Milchbläschen langsam zu einem Gewebe herangewachsen, dass Milch produzieren kann. Der Aufbau dieses Gewebes ähnelt einem Rebstock mit Verästelungen und Trauben. Von den Milchgängen verzweigen sich dicht beieinander viele Drüsenlappen, an denen sich die Milchdrüsen befinden.

Unmittelbar nach der Geburt steigen die Hormone Prolaktin und Oxytocin an, dadurch wird die Milchbildung angeregt. Das Saugen des Babys erhöht die Produktion von Oxytocin und lässt die Milch fließen.

Deine Brustwarze verfügt über ca. 9 sehr eng beieinander liegende Öffnungen, über welche die Milch austeten kann.

In den ersten Tagen nach der Geburt wird eine sehr einweißreiche Vormilch produziert, die außerdem viele Antikörper enthält. Diese Milch ist für Dein Baby besonders leicht zu verdauen. Sie bedeckt daußerdem seine noch empfindlichen Magen-und Darm-Schleimhäut mit einem schützenden Film. Nach etwa 4 bis 5 Tagen kommt es dann zum eigentlichen Milcheinschuss. Die Menge und Zusammensetzung der Milch wird sich im Verlauf der Stillzeit stets an die jeweiligen Bedürfnisse des Kindes anpassen.

Damit Dein Baby trinken kann, muss sein Mund die gesamte Brustwarze samt Warzenvorhof umschließen. Seine Lippen sind dabei nach außen gestülpt. Babys Bauch liegt gegen Deinen Bauch und sein Kopf ist ohne Drehung des Halses direkt der Brust zugewandt. Dein Baby kann nun mit der Zunge entlang der Brustwarze die Milch ausstreichen und zugleich saugen.

Um wunde Brustwarzen zu vermeiden, ist das richtige Anlegen und ein regelmäßiges Wechseln der Stillposition von Beginn an wichtig. Lass Dir von Deiner Hebamme oder im Krankenhaus verschiedene Stillpositionen zeigen, Rat geben und bei Problemen die Ursache ermitteln. Achte auch auf unsere Buchempfehlung zum Stillen.

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